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24.04.2019

CDU Kandidatentour zum Thema Verkehrsknotenpunkte in Zell a. H.

Kommunalwahlkandidaten der CDU auf Radtour Patrick Stoltzenberg, Christian Pristl, Michael Wurtz, Rainer Kälble, Stefan Polap und Hannes Grafmüller auf der Kandidatentour zum Thema Verkehrsknotenpunkte.

Kommunalwahlkandidaten der CDU auf Radtour Patrick Stoltzenberg, Christian Pristl, Michael Wurtz, Rainer Kälble, Stefan Polap und Hannes Grafmüller auf der Kandidatentour zum Thema Verkehrsknotenpunkte.

Kommunalwahlkandidaten der CDU mit dem Rad unterwegs

Von HGM

Kandidaten on Tour Nr. 02

Kommunalradtour mit Themenberatung zur Verkehrssituation in Zell a. H.

Trotz einer aufziehenden Schlechtwetterfront haben die Kandidaten der CDU die geplante Radtour an die Verkehrsknotenpunkte wie geplant durchgeführt. „Das Verkehrsthema ist uns viel zu wichtig als dass wir es wegen dem unbeständigen und stürmischen Wetters absagen könnten.“  Begrüßte der Fraktionsvorsitzende der CDU Hannes Grafmüller die Kommunalwahlkandidaten. Die Tour sollte die wichtigsten Kreuzungen und bisher angedachten Entlastungswege aufzeigen, die in Zell möglich sind, um den Verkehr besser leiten zu können. „Alle wollen Entlastung der Verkehrssituation, doch niemand will die Fahrzeuge vor seiner eigenen Haustür vorbeiführen lassen.“

In diesem Sinne begann die Tour zur Hauptverkehrszeit am städtischen Sonnenparkplatz und Kreisverkehr, um die Brisanz vor Augen führen zu können. „Täglich fahren bis zu 24.000 Fahrzeuge in den Kreisverkehr ein und nehmen nahezu zweidrittel den Weg durch die Innenstadt.“ Kandidat für den Stadtrat Christian Pristl stellte fest, dass nicht alle Fahrzeuge zwingendermaßen durch die Innenstadt rollen müssten. „Wir sollten hier auch weitere Wege erschließen, um auch die Fahrzeuge direkt zu den Wohngebieten oder Ihren Zielen außerhalb zu führen. Dann wäre schon viel geholfen.“

Die bisherige Überlegung einer Planung solle weitere Bypässe und neue Wege dem Verkehr aufzeigen, die bereits schon ab den Knotenpunkten außerhalb der Stadt eine Ausweichstrassen bringt. So bietet sich noch vor dem weißen Kreuz die Möglichkeit, den Verkehr nicht erst durch die Innenstadt zu führen, sondern mit einem weiteren Kreisverkehr, vor der bestehenden Brücke, in der Unterentersbacherstrasse schon gezielter den Verkehr teilweise umzuleiten. „Baulich sind bereits Überlegungen getroffen, die mit den bisher getätigten Grundstücks- und Gebäudeerwerb die Grundlage für solche Maßnahmen bieten könnte.“ Erläuterte Grafmüller. „Der Rückstau an dieser Ecke könnte damit dann auch bald Geschichte sein.“ meinte Stadt- und Ortschaftsratskandidat  Michael Wurtz aus Unterentersbach, der gerade diese Strecke gut kennt. Insgesamt müsse man auch Überlegungen hinsichtlich einem Ausbau der Hindenburgstrasse anstellen, aber für die Anwohner werben, z.B. mit einem Grünstreifen und einer breiteren Straße, dass hier sich die Aktzeptanz  dafür erhöhen  könne.

Im Verlauf der Radtour konnten sich die Kandidaten noch weitere Bypässe vorstellen, wie zum Beispiel auch die Grabenstrasse, die zwar bezogen auf die Ausbauklasse noch nicht ausreichen würde, sich aber für eine weitere Veränderung hinsichtlich einer notwendigen Verbreiterung der Fahrbahn auch anbieten  würde. „Auch damit könnte ein Teil des Verkehrs aus der Innenstadt herausgenommen werden und sich  besser aufteilen.“ Bemerkte Stadtratskandidat Stefan Polap, der sich ebenfalls für eine Entlastung in der Hauptstrasse ausspricht. Es handle sich hier um wenige Flächen, die die Stadt noch für eine Verbreiterung um bis zu zwei Meter brauchen würde, damit sich diese Straße für den Begegnungsverkehr von ggf. zwei Bussen oder Einsatzkräftefahrzeuge nutzen lasse.

„Nur so kann Zell für den Einzelhandel attraktiv wenn, wenn sich der Verkehr um ein Mehrfaches reduziert.“ brachte der Stadtratskandidat Patrick Stoltzenberg an, der insbesondere die wirtschaftliche Situation im Einzelhandel kennt.

Der weitere wichtige Verkehrsknotenpunkt stellt die L94 am ehemaligen Gasthaus Hechten dar. Auch dort bieten sich durch deren Grundstückskäufe der Stadt, mehrere Möglichkeiten, über die Grabenstrasse in der Fortsetzung in die Hauptstrasse einzuschwenken und ebenfalls auch über eine neue Brücke von der Hindenburgstrasse in die L94 einzubiegen. „Wenn man diese Überlegungen tatsächlich verfolgt, können die Verkehrsströme besser und effektiver geleitet werden.“ zeigte sich Rainer Kälble zuversichtlich.

Abschließend machten sich die Radler noch Gedanken über den letzten Verkehrsknotenpunkt, der im Bereich des ehemaligen Gasthauses Linde an der Lindenbrücke liegt. „Hier könnte von der Hindenburgstrasse, am alten Spital vorbei bis zur bestehenden Brücke eine weitere Trasse entstehen, die eine zusätzliche Entlastung bringen könnte.“

Insgesamt war man sich einig, dass es notwendig wäre, ein schlüssiges Verkehrskonzept weiter zu entwickeln, um auf die zunehmende Verkehrsbelastung, reagieren zu können. Die einseitige Belastung der Hauptstrasse, ohne bessere Aufteilung der Verkehrsströme brächte sonst weitere Nachteile für die Attraktivität der Innenstadt und den Tourismus und wäre auch insgesamt mit wirtschaftliche Einbußen verbunden. Deshalb stehe ganz oben auf der Prioritätenliste der Kandidatinnen und Kandidaten der CDU, die Suche nach weiteren, praktikablen Lösungsansätzen, um eine Entlastung im Einvernehmen mit der Bevölkerung schaffen zu können. Die Zukunft hinsichtlich des Autonomen Fahren von Fahrzeugen ist bereits heute schon greifbar, sodass auch hier viele Einflussfaktoren und die technische Entwicklung ein Gesamtkonzept berücksichtigt werden könnte. „Erst wenn wir insgesamt viele Puzzle in der Verkehrsplanung zusammenbringen, sind auch die Einzelmaßnahmen für den direktbetroffenen Bürger vertretbar, denn es geht hier um das Ganze und der Absicht eine Entlastung zu erzielen.“ Beendete der CDU Vorsitzende die diskussionsreiche Radtour durch Zell.